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Heiko Mattausch

Kurse in Ölmalerei, Aquarell, Acryl und Temperatechniken

In den ersten etwas mehr als zehn Jahren meiner Malerei- und Zeichenkurse konzentrierte ich mich ausschließlich auf die Vermittlung von Grundlagen, d.h. ich verhalf meinen Kursteilnehmern zu Fertigkeiten um Stilleben, Landschaften und Architektur perspektivisch korrekt zu zeichnen und deren Oberflächen zu modellieren, so daß Licht und Schatten stimmten. Daneben erweiterte ich den Basisunterricht je nach individuellem Bedarf auf menschliche Anatomie für Künstler, Schriftgestaltung, Grundlagen der Malerei und ermunterte meine Leute immer wieder zum Zeichnen. Während des Zeichnens lassen sich Formprobleme deutlich schneller klären, als daß es durch den Farbaufwand der Malerei möglich ist. Im Übrigen ein altbewährter Weg, der seit Jahrhunderten von Malern wie von Bildhauern beschritten wird. Mit soliden Zeichenfähigkeiten wird die Malerei besser. Dennoch dränge ich niemanden. Ich spreche ausschließlich Empfehlungen basierend auf meinem Erfahrungsschatz aus. Ich orientierte mich dabei am Curriculum traditioneller Kunstakademien. Meine Herangehensweise sehe ich bis zum heutigen Tag immer wieder durch die Ergebnisse meiner Schüler bestätigt.

Ein Italienbesuch vor drei Jahren und die dortigen Kulturgüter bewegten meinen Geist und führten meine Hand neu. Das blieb nicht ohne Auswirkung auf meine Kurse. Sicherlich hat jeder von uns schon einmal vor dem einen oder anderen Bild aus der Zeit zwischen dem 17. bis anfänglichen 20. Jahrhundert gestanden und sich gefragt, wie der Maler ein derartig starkes Farbleuchten und gleichzeitig ein so wohlig warmes und anziehendes Timbre erzeugen konnte. Das nebenstehende Ölbild Giambattista Tiepolos im Dresdner Zwinger ist so ein Bild. Doch erst die Erfahrungen der besagten letzten Jahre auf den Gebieten der Seccomalerei und Freskotechniken, haben mein Wissen um Pigmente und Bindemittel geordnet, um die letzten fünfhundert Jahre erweitert und in meine Öl-, Gouache und Aquarellmalerei 

eingewebt. Bis zur Gründung erster Kunstakademien in Frankreich und sogar bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war diese Herangehensweise an Malerei der Goldstandard, ihrer Evolution seit der Antike mit kurzer Unterbrechung im Mittelalter geschuldet und üblicher Bestandteil der Lerninhalte eines angehenden Kunstmalers. Das änderte sich in der sogenannten westlichen Zivilgesellschaft mit der Zeit des Bauhauses und insbesondere seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Inzwischen beobachte ich zweifelhafte Ergebnisse, die heute Jahr für Jahr an unseren Kunsthochschulen absolviert werden. Der Leitsatz man könne Künstler nicht ausbilden, sondern wird als solcher geboren steht meiner Überzeugung vollständig gegenüber. 

Maler insbesondere slawischer Länder und einige private Schulen und Akademien bilden wohltuende Ausnahmen. In meinen Kursen nehme ich den Staffelstab malerischer Traditionen auf und bestärke meine Kursteilnehmer dem eigenen Kompass jenseits des zeitgenössischen Mainstreams zu folgen. Es ist ein Weg, der sich lohnt, weil er von den schönsten malerischen Erlebnissen gesäumt ist.

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